RT-Duits: 25-05-2024,

Von Sergei Poletajew

In unserem letzten Artikel hatten wir die militärischen Aussichten Kiews vor dem Hintergrund des neuen Mobilmachungsgesetzes analysiert. Hier betrachten wir die Optionen des Westens in dem Stellvertreterkrieg, den er mit Hilfe der Streitkräfte der Ukraine führt.

Offizielle westliche Vertreter haben seit Anfang des Jahres über die Entsendung von Truppen in die Ukraine gesprochen. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, er sei bereit, “jedes Szenario” in Betracht zu ziehen, einschließlich einer Bodenoperation. Regierungsvertreter in Estland und Litauen (darunter die Premierministerin Ingrida Šimonytė) unterstützten ihn umgehend. Und der Fraktionsvorsitzende Hakeem Jeffries der Demokratischen Partei im US-Repräsentantenhaus war der erste US-Politiker, der die Möglichkeit einer Truppenentsendung nicht mehr ausschloss.

Offiziell hat die Ukraine gar keine westlichen Truppen angefordert – Kiew hat stets lediglich mehr Waffen verlangt. Doch nun berichtet die New York Times, das Kiewer Regime habe die USA und die NATO offiziell um die Entsendung von Militärausbildern gebeten, um 150.000 Rekruten näher an der Frontlinie auszubilden. Obwohl sich die USA geweigert haben, diesem Ersuchen nachzukommen, hat General Charles Q. Brown Jr. als Vorsitzender des US-Generalstabs erklärt, dass die Entsendung von Ausbildern durch die NATO unvermeidlich zu werden scheint und dass “wir mit der Zeit dorthin gelangen werden”.

Die Entsendung von Truppen in die Ukraine wird immer wieder diskutiert, aber bisher haben sich die westlichen Länder herausgehalten. Warum eigentlich? Ist eine umfassende NATO-Intervention in der Ukraine möglich?

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