RT-Duits: 27-06-2024,

Das Geschäft mit einem CO₂-Entzug aus der Atmosphäre umfasst ein globales wirtschaftliches Handelspotenzial von knapp einer Billion Euro pro Jahr. Neben Investitionen in Technik und Anlagenbau bieten sich auch neue Möglichkeiten für den Zertifikate-Handel.

Neues Geschäftsmodell: Entzug von CO₂ aus der Atmosphäre könnte Milliardenmarkt werden

Quelle: www.globallookpress.com © Paul Zinken / dpa

Im Kampf gegen den sogenannten Klimawandel reiche die Reduktion des CO₂-Ausstoßes nicht aus. Man müsse zusätzlich mit technischen Methoden dafür sorgen, dass der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid entzogen werde. Wie ein Bericht des Handelsblatts am Mittwoch erläutert, bestehen in der Wissenschaft angeblich keine Zweifel, dass CO₂-Einsparungen alleine nicht ausreichten, um die Erderwärmung bis 2050 um 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu verringern. Aus diesem Grund müsse man nun laut Mehrheitsmeinung von Experten der Atmosphäre zusätzlich aktiv CO₂ entziehen. Da seien sich die meisten Experten einig, schrieb die Zeitung. 

Jetzt belege eine neue Studie vom Juni 2024, dass der angeblich notwendige CO₂-Entzug aus der Atmosphäre, obendrein noch “enorme wirtschaftliche Chancen” beinhalte. Zur Entwicklung entsprechender technischer Infrastruktur und Maschinen bedürfe es “immenser Investitionen.” Die nach Angaben der Zeitung noch unveröffentlichte Studie liege dem Handelsblatt exklusiv vor.

Demnach beziffere die Untersuchung der Boston Consulting Group (BCG) das globale wirtschaftliche Potenzial hinsichtlich einer Kohlendioxidentnahme im Jahr 2050 auf knapp eine Billion Euro pro Jahr, in etwa entspreche das dem aktuellen Wirtschaftsvolumen der weltweiten Luftfahrtindustrie. Die Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre heiße im Fachjargon Carbon Dioxide Removal (CDR). Zwar habe dieses Verfahren in der klimapolitischen Diskussion bislang kaum eine Rolle gespielt,

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