RT-Duits: 19-11-2025,

19 Nov. 2025 13:28 Uhr

Die Bewertung der neuen UN-Resolution und des angeblichen Waffenstillstands in Palästina durch die UN-Sonderberichterstatterin für Palästina, Francesca Albanese, fällt nicht gut aus. Laut Albanese verhindere die Resolution die palästinensische Selbstbestimmung und diene der Kontrolle der Palästinenser.

UN-Sonderberichterstatterin: Deutschland hat kein Schuldbewusstsein gegenüber Völkermordsopfern

© Screenshot aus der Videoübertragung der Pressekonferenz im EU-Parlament

Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die besetzten palästinensischen Gebiete, Francesca Albanese, gab am Mittwoch im Europäischen Parlament eine Pressekonferenz zur Situation der Palästinenser. Insbesondere bewertete sie die am Montag vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution zur Umsetzung des Friedensplans. Dabei ging sie mit den EU-Politikern hart ins Gericht.

In ihrer Eingangserklärung warf sie europäischen Politikern und Unternehmern vor, sie würden nicht die geringsten Maßnahmen ergreifen, um den Völkermord an den Palästinensern zu verhindern. Stattdessen verfolgten sie eigene wirtschaftliche und finanzielle Interessen. Das Verhalten der europäischen Eliten beinhalte koloniale Tendenzen, so Albanese.

Die europäische Bevölkerung würde vielerorts gegen den Genozid in Palästina demonstrieren und würde von den europäischen Staatschefs ignoriert. Auch das Europäische Parlament setze sich nicht für die Palästinenser ein – in einer Situation, in der seitens der israelischen Regierung ganz offen das Völkerrecht gebrochen und Menschenrechte verletzt würden. Das Verhalten der EU-Politiker sei zudem durch ausländischen finanziellen Druck bestimmt, welcher die Politik in der EU von außen beeinflusse. Dies widerspräche den Grundlagen der europäischen demokratischen Werte.  

Auf die Frage, was die EU zur Unterstützung der Palästinenser tun könne, erklärte die Juristin: Am Donnerstag treffe sich der EU-Rat für ausländische Angelegenheiten in Brüssel.

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