RT-Duits: 19-11-2025,
19 Nov. 2025 14:22 Uhr
Man glaubt es kaum, aber die 21 im Namen dieses Projekts steht nicht für die ursprünglich geplante Eröffnung. Diese hätte bereits im Jahr 2019 stattfinden sollen. Nun kommt mindestens eine weitere Verschiebung hinzu.
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Die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla hat nicht nur bereits erklärt, dass es wohl nicht gelingen wird, die Pünktlichkeit der Bahn im kommenden Jahr deutlich zu verbessern, sondern laut Medienberichten auch die nächste Gewohnheit der Bahn AG beibehalten: die Verschiebung der Eröffnung von Stuttgart 21. Auch Ende des kommenden Jahres soll es nichts werden damit. “Aus Konzernkreisen” heißt es, ein neuer Termin könne “voraussichtlich erst Mitte kommenden Jahres festgelegt werden”, so die Welt.
Der Grund, so berichtet der SWR, seien “Probleme mit der Zulassung von Technik des japanischen Konzerns Hitachi”, die man für die Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik benötige.
Die Bahn hat aber die Verschiebung offiziell noch nicht bestätigt; entschieden werde das auf der Aufsichtsratssitzung am 10. Dezember. Allerdings hieß es, die “Terminrisiken” hätten sich “in einer so bisher nicht vorhersehbaren Dimension erhärtet”.
Dabei war die für den Dezember kommenden Jahres geplante Inbetriebnahme ohnehin nur Stückwerk; erst im Juli 2027 sollte auch der Regionalverkehr in den Tiefbahnhof verlegt werden.
Das Projekt Stuttgart 21 bleibt für Stuttgart ein nie endendes Drama. Ursprünglich setzten Bahn und Landesregierung es gegen massiven Widerstand aus der Bevölkerung durch; die Gewalt der Polizeieinsätze führte zu einem bundesweiten Skandal.