RT-Duits: 22-12-2025,
22 Dez. 2025 18:42 Uhr
Österreich verzeichnet einen markanten Rückgang bei Migration und Schutzverfahren. Der eingeschränkte Nachzug von Angehörigen ist nahezu zum Stillstand gekommen, gleichzeitig sinkt das Niveau neuer Gesuche deutlich. Bestimmte Herkunftsländer bleiben führend, während Rückführungen und positive Entscheidungen parallel zunehmen.
Quelle: Legion-media.ru © Pius Koller/Symbolbild
In Österreich zeigt die Verlängerung der Aussetzung des Familiennachzugs eine unmittelbare Wirkung. Nach Angaben des Innenministeriums kam es im November landesweit nur zu einer einzigen Einreise über diesen Rechtsweg.
Im selben Monat der Vorjahre lagen die Zahlen noch im dreistelligen Bereich. Damit wird eine Entwicklung bestätigt, die seit Monaten auf eine spürbare Reduktion der Migration hinweist.
Auch die Gesamtzahl der Asylverfahren ist in Österreich klar rückläufig. Von Januar bis einschließlich November wurden rund 15.300 Anträge eingebracht, was einem Minus von etwa 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Weniger als die Hälfte davon betraf Personen, die tatsächlich neu ins Bundesgebiet gelangt waren. Besonders deutlich fiel der Rückgang im November aus, als gut tausend Verfahren registriert wurden.
Die Struktur der Asylwerber weist klare Schwerpunkte auf. Mehr als die Hälfte der erfassten Personen war minderjährig, über 40 Prozent der Anträge entfielen auf Frauen. Bei Frauen aus Afghanistan wirkt sich ein einschlägiges Urteil aus dem europäischen Rechtsraum maßgeblich aus. Es erleichtert den Übergang von einem befristeten Schutzstatus zu einem vollwertigen Asylrecht und führt dadurch zu zusätzlichen Verfahren.
Die meisten Anträge in Österreich kamen erneut von afghanischen Staatsangehörigen, gefolgt von Personen aus Syrien und Somalia.