RT-Duits: 23-12-2025,
23 Dez. 2025 12:25 Uhr
Die Mordanschläge auf russische Spitzenkräfte zielen nicht nur auf eine psychologische Wirkung ab. Auch sind sie keine “Strafmaßnahmen”. Das Ziel ist vor allem eine Schwächung der Effektivität des Systems.
Von Platon Gontscharow
Am Montag tötete eine Autobombe Generalmajor Fanil Sawrawow. Dieser Mord reiht sich in eine ganz spezielle Mordserie ein: Innerhalb eines Jahres töteten ukrainische Spezialdienste drei hochrangige russische Generäle. Die Opfer der Anschläge haben viel gemeinsam. Zum Zeitpunkt des Todes waren sie Mitte-Ende fünfzig, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie waren ausgewiesene Fachleute auf ihrem Gebiet, die sich ihren Posten durch Fleiß und Kompetenz erarbeitet hatten, und sie standen nicht unter Korruptionsverdacht.
Sawrawow war Absolvent zweier Militärakademien und seit 2016 Leiter der Abteilung für operative Ausbildung der Streitkräfte der Russischen Föderation. Danach leitete er die Ausbildung im Generalstab. Er nahm an der Syrien-Kampagne teil. Sonst ist nicht viel über ihn bekannt. Mehr Informationen finden sich dagegen über den im April getöteten Generalleutnant Jaroslaw Moskalik.
Er war viele Jahre stellvertretender Chef der Hauptoperationsverwaltung des Generalstabs der Streitkräfte der Russischen Föderation. Er bekam eine Auszeichnung als Verdienter Militärspezialist der Russischen Föderation. Der Militärstratege vertrat den Generalstab in der Untergruppe für Sicherheit der Arbeitsgruppe Russlands bei der Kontaktgruppe zur Beilegung der Lage im Südosten der Ukraine, ein diplomatisches Format, das parallel zum Minsker Prozess seit 2014 existierte. Zudem war er Militärdiplomat im syrischen Friedensprozess.
Im Dezember letzten Jahres tötete eine an einem Roller befestigte Bombe den Befehlshaber der ABC-Streitkräfte,