RT-Duits: 25-12-2025,
25 Dez. 2025 20:08 Uhr
Von Dagmar Henn
Es wird von Jahr zu Jahr bizarrer. Diese Forderung eines britischen Kunstmuseums, Weihnachten zu “dekolonisieren”, ist Teil eines absurden Spektakels, zu dem auch gesichtslose Krippenfiguren einer deutschen Künstlerin in Brüssel oder deutsche Debatten darüber gehören, ob man nicht neutraler von “frohem Festtagen” reden solle, oder die Empörung, die vor zwei Jahren ein geschenkter Weihnachtsbaum samt Geschenken bei einer Kita-Leitung in Hamburg auslöste. Von Pole Dance im Weihnachtsgottesdienst ganz zu schweigen. Fehlt eigentlich nur noch ein Krippenspiel mit einer Trans-Maria, der dann alle ihre Ehrfurcht bekunden müssen, weil erstens die Darstellung von Maria mit Kind ein sexistisches Klischee ist, und zweitens schließlich eine Transfrau eine Frau und jede andere Aussage strafbar.
Das alles löst ein tiefes Unbehagen aus. Nicht, weil Weihnachten unbedingt auf eine bestimmte Art und Weise gefeiert werden müsse. Und auf der religiösen Bedeutung beharre ich mit Sicherheit auch nicht. Aber das bedeutet noch lange nicht, das Rituelle entkernen, sich seiner Bedeutung entledigen zu müssen. Das ist die Lösung für die ganz Dummen. Denn jede rituelle Tradition, auch die von Weihnachten, ist vielschichtig und erzeugt die mögliche Identifikation gerade dadurch, während das Nichtfeiern, das letztlich das Ergebnis all dieser Schritte ist, an deren Stelle eine Leere hinterlässt.
Wobei die britische Reaktion auf den Weihnachtsmann in sich schon ein Beleg der Unkenntnis ist. Denn die Geschenkebringer gab es in vielen Varianten, und der Weihnachtsmann ist eine relativ neue,