RT-Duits: 26-12-2025,

26 Dez. 2025 14:10 Uhr

Mit dem Angriff auf Stellungen der Separatisten im Süden des Landes hat Riad den Konflikt innerhalb der Anti-Huthi-Koalition weiter eskalieren lassen. Dieser Streit dürfte den Huthi in die Hände spielen.

Am Freitag warfen Separatisten im Süden Jemens (STC) Saudi-Arabien vor, ihre Truppen mit Luftangriffen attackiert zu haben. 

Der Südliche Übergangsrat (STC), der von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt wird, gab an, die Angriffe hätten in der jemenitischen Provinz Hadramaut stattgefunden. Zunächst war unklar, ob es bei den Angriffen, welche die ohnehin hohen Spannungen in dem vom Krieg zerrütteten Land weiter verschärfen, Opfer gab.

Streit mit VAE: Saudi-Arabien fordert Rückzug der Separatisten im Jemen

Amr Al Bidh, der Sonderbeauftragte für auswärtige Angelegenheiten des Rates, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, dass dessen Kämpfer am Freitag im Osten von Hadramut im Einsatz gewesen seien. Dabei seien sie “mehreren Hinterhalten” von Bewaffneten ausgesetzt gewesen. Zwei Kämpfer des Rates seien getötet, zwölf weitere verletzt worden. Anschließend hätten die saudischen Luftangriffe begonnen, fügte er hinzu.

Faez bin Omar, ein führendes Mitglied einer Stammeskoalition in Hadramaut, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, er gehe davon aus, dass die Luftangriffe als Warnung an den Rat gedacht seien, seine Kämpfer aus dem Gebiet abzuziehen. Beamte in Saudi-Arabien reagierten nicht sofort auf eine Anfrage der AP nach einer Stellungnahme. Am Donnerstag forderte das Königreich die von den Emiraten unterstützten Separatisten im Süden Jemens zum Rückzug auf.

Nach der Eroberung der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und eines Großteils des Nordens des Landes durch die Huthi im Jahr 2014 wurde Aden zum Sitz der international anerkannten Regierung und der gegen die Huthi verbündeten Streitkräfte.

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