RT-Duits: 08-02-2026,

8 Feb. 2026 12:00 Uhr

Der sächsische AfD-Fraktionsvorsitzende Jörg Urban nimmt in der Bewertung der Außenpolitik gewöhnlich kein Blatt vor den Mund. Trotz innenparteilichen Drucks reiste er Ende September zum Waldai-Forum nach Sotschi und traf sich dort unter anderem mit Abgeordneten der Staatsduma. Bei einer Gala-Veranstaltung anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Compact-Magazins stand er im Gespräch mit Wladislaw Sankin Rede und Antwort zu außen- und innenpolitischen Fragen.

Sankin: Ihre Russlandreise liegt schon ein wenig zurück, einige Monate. Sie waren in Sotschi, Sie haben viele Gespräche geführt. Würden Sie im nächsten Jahr noch einmal hinreisen?

Urban: Selbstverständlich. Ich würde auf jeden Fall nach Russland reisen, weil ich glaube, dass Russland für uns, für unser Land, für Deutschland einer der wichtigsten Partner ist. Es ist sehr schädlich für Deutschland, dass wir derzeit extrem gestörte Beziehungen haben – wirtschaftlich, politisch, kulturell. Wir müssen diese Beziehungen wieder aufbauen, und ich möchte dazu meinen Teil leisten.

Sankin: Das heißt also, diese Kritik, diese ganze Häme haben Ihnen nicht geschadet?

Urban: Ich glaube, auch meine Partei wird von ihrer Wählerschaft dafür geschätzt, dass wir gute Beziehungen zu allen Ländern dieser Welt aufbauen wollen und uns nicht einseitig nur in eine Richtung orientieren.

Sankin: Aktuell werden Stützpunkte gebaut, auch in Ostdeutschland, vor allem in Holzdorf: Im Grenzgebiet zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt entsteht eine große Hubschrauberbasis als Brückenkopf nach Litauen. Natürlich werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen. Die strukturschwachen Regionen werden ein Stück weit belebt,

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