RT-Duits: 09-02-2026,
9 Feb. 2026 20:07 Uhr
Der enorme Stellenabbau bei VW sowie Entlassungen bei Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern hinterlassen deutliche Spuren auf dem Wolfsburger Arbeitsmarkt. Innerhalb eines Jahres sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Volkswagenstadt um rund 4.300.
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Die Arbeitslosenquote in Wolfsburg stieg im Januar auf 7,5 Prozent. Somit waren mehr als 5.100 Menschen zu Jahresbeginn arbeitslos gemeldet – etwa 450 mehr und damit gut acht Prozent mehr als im Dezember. Viele Verträge seien zum Jahresende ausgelaufen, berichtet Arbeitsagentur-Leiter Ulf Steinmann gegenüber der Braunschweiger Zeitung.
Aktuell sind Arbeitslose im Agenturbezirk Wolfsburg vermehrt auf der Suche nach Stellen in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, der IT, in Verkehr und Logistik sowie in Unternehmensführung und -organisation. In der zweiten Jahreshälfte verloren vor allem Leiharbeiter und Beschäftigte aus dem Gastgewerbe ihre Stellen. Bis 2030 will Volkswagen rund 35.000 Jobs in Deutschland abbauen – und verlagert immer mehr Stellen nach Asien, Südosteuropa sowie Nord- und Mittelamerika.
“Generell ist in vielen Bereichen ein Rückgang der Beschäftigung deutlich”, sagt Steinmann. Zuwächse gebe es nur in der Verwaltung, der Pflege und in Gesundheitsberufen, im Bereich Erziehung/Soziales sowie bei Lehrtätigkeiten. Er betont:
“Wir sehen einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zum Vorjahr, der alle Personengruppen erfasst”, so Steinmann. Am stärksten betroffen seien junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren – häufig ohne Berufsabschluss –, aber auch Akademiker. Vor allem die hohen Energiepeise und die politischen Unsicherheiten in Deutschland setzen der Autobranche bekanntlich schon länger zu.