RT-Duits: 11-02-2026,
11 Feb. 2026 06:30 Uhr
Für den unbegrenzten Aufenthalt in Deutschland und für die Einbürgerung braucht es einen Sprachtest. Jetzt wurde abermals ein ganzer Fälscherring aufgedeckt, der falsche Dokumente lieferte. Bisher wird nicht flächendeckend rückwirkend überprüft.
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Es liegt gerade mal ein Vierteljahr zurück, als Presserecherchen von einem blühenden Handel gefälschter Zertifikate über bestandende Integrationskurse aufdeckten. Damals ging es um Sprachschulen, die nur als Fiktion existierten, aber dennoch diese Dokumente ausstellten – für den Preis von ungefähr 1.500 Euro. Die Zahl der so ausgegebenen falschen Zertifikate könne, so schätzte damals die Polizeigewerkschaft, in die Hunderttausende gehen.
Damals forderte der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, es müssten “sämtliche Verfahren, für die ein solches Zertifikat verlangt wird, umgehend ausgesetzt werden”, aber auch die erteilten Aufenthaltstitel überprüfen. Was sogar Einbürgerungen betreffen kann: Das Land Berlin hatte sich erst im Sommer vergangenen Jahres gepriesen, die Einbürgerung jetzt online vorzunehmen, wobei sogar auf einen persönlichen Termin vor Übergabe der Einbürgerung verzichtet wurde.
Anfang Dezember änderte der Bundestag das Staatsangehörigkeitsgesetz (§ 35); eine durch “arglistige Täuschung” oder “durch vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben” erwirkte Einbürgerung kann zehn Jahre lang zurückgenommen werden. Zu einer generellen Überprüfung kam es jedoch nicht, es wurden nur Einzelfälle geprüft. Es soll allerdings stärker darauf geachtet werden, ob die Zertifikate echt sind.
Im November war es im Raum Stuttgart und Heilbronn zu Durchsuchungen von zwei Sprachschulen und elf Wohnungen gekommen. Dabei war es um insgesamt 15 Verdächtige gegangen,