RT-Duits: 11-02-2026,

11 Feb. 2026 09:34 Uhr

Maxwells Konten bei der UBS zeigen die unterschiedliche Risikobewertung internationaler Banken: Während J.P. Morgan sie früh als Hochrisiko einstufte, akzeptierte die UBS ihre Konten. Juristisch ließ sich das Vorgehen der Großbank nicht beanstanden, doch Fragen nach der Compliance und internen Entscheidungsprozessen bleiben offen.

UBS-Konten für Ghislaine Maxwell und unbequeme Fragen an den Finanzplatz Schweiz

Quelle: Legion-media.ru © MediaPunch Inc, Daniel Berehulak/Getty Images

Mit der schrittweisen Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Files geraten immer mehr Namen in den öffentlichen Fokus, darunter auch Akteure mit Bezug zur Schweiz. Während sich die Aufmerksamkeit lange auf politische und gesellschaftliche Netzwerke konzentrierte, rückt zunehmend auch der Finanzplatz Schweiz ins Blickfeld. Im Zentrum steht dabei die UBS.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, eröffnete die Großbank im Jahr 2014 mehrere Konten für Ghislaine Maxwell. Maxwell wurde 2021 schuldig gesprochen, systematisch minderjährige Mädchen für den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein rekrutiert zu haben. Andere internationale Banken hatten sie bereits Jahre zuvor als Hochrisikokundin eingestuft. Die UBS tat dies nicht.

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Laut Reuters verwaltete die UBS bis mindestens 2019 Vermögenswerte von bis zu 19 Millionen US-Dollar für Maxwell. Brisant ist der Zeitpunkt der Kontoeröffnungen. Epstein war zu diesem Zeitpunkt bereits wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen verurteilt worden. Maxwell galt zwar juristisch nicht als vorbestraft, bewegte sich jedoch seit Jahren im unmittelbaren Umfeld Epsteins.

Rechtlich lasse sich der UBS nach heutigem Kenntnisstand kaum ein Vorwurf machen, sagt ein Schweizer Bankenbranche-Experte. Banken seien keine moralischen Instanzen. Entscheidend sei allein die Frage, ob Gelder aus kriminellen Quellen stammten.

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