RT-Duits: 13-02-2026,
13 Feb. 2026 09:55 Uhr
Friedrich Merz eröffnet an diesem Freitag mit einer außenpolitischen Grundsatzrede die Münchner Sicherheitskonferenz. Das transatlantische Bündnis bröckelt, und die westlich dominierte Weltordnung wird zunehmend von einer multipolaren Machtkonkurrenz verdrängt.
Ein jährliches Treffen hochrangiger internationaler Sicherheitspolitiker, das im vergangenen Jahr den Ton für eine wachsende Kluft zwischen den USA und Europa angab, beginnt am Freitag.
Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) wird mit einer Rede des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz eröffnet. Er ist einer von 15 Staats- und Regierungschefs aus den Ländern der Europäischen Union, deren Teilnahme die Organisatoren erwarten.
Russland entsendet keine Delegation, und das Forum zog die Einladungen an iranische Vertreter nach den jüngsten Protesten im Land zurück.
Merz wird in seiner Rede voraussichtlich die transatlantischen Beziehungen betonen und gleichzeitig die Notwendigkeit einer stärkeren Europäischen Union hervorheben, erklärte ein Beamter der deutschen Regierung Anfang dieser Woche.
Zu den weiteren erwarteten Gästen der bis Sonntag dauernden Konferenz gehören der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und Chinas Außenminister Wang Yi. Der Tradition der Konferenz entsprechend wird auch eine große Delegation von Mitgliedern des US-Kongresses anwesend sein.
Im Mittelpunkt steht die Sorge im Westen, dass das transatlantische Bündnis – vor allem die NATO-Partnerschaft – unter der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump einer starken Belastung ausgesetzt ist. Ein Jahr zuvor hatte US-Vizepräsident J.D. Vance die europäischen Verbündeten bei der MSC 2025 offen kritisiert.
Die Rede von Vance auf der Konferenz im vergangenen Jahr,