Apolut: 01-08-2026,
Oder: Frank Höfer liest, was in den Epstein-Mails steht.
Ein Meinungsbeitrag von Daniel Sandmann.
I. Ein Leichtes
Es wäre ein Leichtes, vom Seismographen Lauterbach zu schreiben, davon, wie er sich auf die Hitzemeldung wirft, kaum ist sie abgesetzt, erst noch nach langen Monaten der Kälte, eine Zeit der Versenkung für einen wie ihn, dessen Selbstvergewisserung doch gänzlich an der Überhitzung hängt. Auch andere Seismographen des Systems könnten als angenehmer Schreibanlass dienen, die Zustimmung der Dissidenz wäre garantiert. Ich denke etwa an jenen von Lauterbachs grotesker Betroffenheitskunst gänzlich abweichenden Verbund der Bundepressekonferenzsprecher, ein Verbund, der mit den zwei eingetrichterten Schablonen ‚Wir haben nichts gehört, nichts gesehen, wir wissen von nichts‘ und ‚Der brutal von Russland brutal begonnene brutale Krieg gegen die Ukraine‘ jede Frage zu jedwelchem Thema niederwalzt, dem Diktum Emmanuel Todds vom Niedergang Europas alle Tage von Neuem einen konkreten Ort in der Zeit verschaffend, so dass ich mich als Vater eines Kindes, das mich eben als Vater und Mitglied dieses Bundespressesprecherchores mit derlei Sätzen ertappen würde, nur noch todschämen könnte, käme ich abends nach Hause und träfe auf seinen Blick. Und doch lasse ich das beiseite und zurück, denn Gehirne, die denken, also dissidente Gehirne gewissermaßen, können dergestalt kein Licht erkennen, hingegen mit Epstein schon. Vorausgesetzt, er wird endlich richtig gelesen.
II. Frank Höfer liest Epstein
Frank Höfer hat es getan. Er hat die Emails gelesen. Er ist mit keinem Theorem an die Sache gegangen,