Apolut: 31-07-2026, Apolut: Der Phantom-Führer und die stille Logistik der Eskalation

Wie die Jagd auf Irans verschwundenen Obersten Führer, die Stationierung amerikanischer Tankflugzeuge in Bulgarien und eine neue saudische “Schutzkoalition” zusammengehören – und warum keine dieser drei Meldungen isoliert zu verstehen ist.

Ein Meinungsbeitrag von Dirk Ellerbrock.

  1. Die Jagd im Bunker

Inhaltsangabe: CIA und Mossad suchen seit Monaten nach Irans neuem Obersten Führer Modschtaba Chamenei – nicht primär, um ihn zu töten, sondern um zunächst überhaupt festzustellen, ob er noch lebt. Der Fall zeigt exemplarisch, wie sehr moderne Kriegsführung auf Enthauptung setzt, und wie brüchig die Informationslage selbst für die stärksten Geheimdienste der Welt bleibt.

Die Ausgangslage ist selbst nüchtern betrachtet bemerkenswert: Seit der Tötung Ali Chameneis bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar 2026 – geplant von Mossad und CIA, ausgeführt von der israelischen Luftwaffe mit Unterstützung von US-Luftwaffe und -Marine – ist sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei öffentlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Er wurde seit seiner Ernennung Anfang März weder gesehen noch in einer Audioaufnahme gehört und blieb sogar der Beerdigung seines Vaters fern.

Nach Angaben der britischen Times, die sich auf ehemalige Geheimdienstmitarbeiter beruft, ist mittlerweile nicht mehr seine Ausschaltung das primäre Ziel der Operation, sondern die schlichte Verifizierung, ob er überhaupt noch am Leben ist. Bezeichnend dafür: Innerhalb der Geheimdienstgemeinschaft selbst gibt es offenbar keine Einigkeit über diese Grundfrage – ein Teil der Analysten hält es für möglich, dass Chamenei tot ist und die Revolutionsgarden seinen Tod lediglich verschleiern,

 » Lees verder