Fassadenkratzer: 28-06-2024,

Das Schulsystem befindet sich seit der Industrialisierung in der Hand des Staates, der es in absolutistischer Tradition organisatorisch und inhaltlich bestimmt. Dabei wird die staatliche Pädagogik weitgehend einseitig aus den Vorgaben der Wirtschaft und aus staatlichen, parteipolitischen Interessen geprägt, welche die Jugend von früh auf zu brauchbaren Kräften im Wirtschaftsleben sowie zu guten Staatsdienern und folgsamen Untertanen vorbereiten. Diese Abrichtung der Kinder auf einen bestimmten gesellschaftlichen Zweck ignoriert ihr Bedürfnis nach allseitiger Entwicklung ihres Wesens. Die menschlichen und sozialen Folgen sind fatal. Eine aufdeckende Analyse.

Überholtes Schulsystem (Die Kinderflüsterei)

Die Begabungen und Fähigkeiten der Menschen in der Kindheit und Jugend auszubilden und zu fördern, ist man dem einzelnen Kind zur bestmöglichen Entfaltung seines Wesens schuldig. Wenn dies allseitig geschieht, werden auch die notwendigen Fähigkeiten entwickelt, welche die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft in Wirtschaft, Recht, Wissenschaft, Kunst und Religion benötigen, die ohne vielfältige kreative Fähigkeiten der nachwachsenden Generationen stehenbleiben und verkümmern würden.

Dabei sollte zentrale Einsicht alles pädagogischen Handelns sein, dass Fähigkeiten nur aus wirklicher Fach- und Sachkenntnis gefördert werden können, wie der Pädagoge Dr. Valentin Wember hervorhebt.1 Das scheint selbstverständlich zu sein, ist es aber in der gesellschaftlichen Praxis weitgehend nicht.
„Nur ein Schreinermeister kann einem jungen Menschen die Schreinerei beibringen, und nur eine gute Geigenpädagogin kann guten Geigenunterricht geben. Niemand käme auf die Idee, dass politische  Parlamente demokratisch darüber befinden könnten, was beim Geigenunterricht zu passieren hat. So trivial und selbstevident dieser Sachverhalt ist, so massiv wird gegen ihn verstoßen,

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