Fassadenkratzer: 03-06-2024,

Der offen zum Kriegsminister mutierte Bundesverteidigungsminister Boris Pistolius nutzte kürzlich den Ergebenheitsbesuch beim Lehnsherren in den USA dazu, sich als schärfster Vasall des US-Imperialismus im Kampf gegen Russland anzubiedern. Weit entfernt, über die ganzen zeitgeschichtlichen Verhältnisse im Bilde zu sein, hat er die US-Propagandaversion verinnerlicht und bläst zu Rüstung und Kampfbereitschaft gegen den angeblich aggressiven russischen Imperialismus. Er will Deutschland zu einer führenden robusten Militärmacht aufbauen, die darüber hinaus überall in der Welt die „westlichen Werte“ und Interessen verteidigen soll.

„Mit grimmiger Hingabe kämpfen“ – Stolz und Einbildung, ohne alle historischen Fakten  (Foto Die Weltwoche)

Die Wende von der Friedens- zur Kriegsorientierung

Der Journalist Peter Tiede hatte Boris Pistorius für „Bild“ nach Amerika begleitet und berichtete am 10.5.2024 mit unverhohlener Empathie von seinem markigen Auftreten bei den amerikanischen „Freunden“.1

Boris Pistorius habe an der Johns-Hopkins-Universität in Washington unter dem Titel: „Standhaft, fähig und bereit: Deutschlands Sicherheitsrenaissance und transatlantische Verteidigung“ „SEINE Grundsatz-, SEINE Zeitenwende-Rede“ gehalten.

In Deutschland sei gerade (am 8. Mai) der „Tag der Befreiung“ gefeiert worden, das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 79 Jahren, schreibt der Bild-Journalist, und nun stehe Boris Pistorius (64, SPD), Deutschlands Verteidigungsminister, vor knapp 250 Studenten und Professoren und sage:
„Wir sind bereit, die Führung zu übernehmen.“ –

Was für eine positive Wendung und Entwicklung, will er damit sagen. Doch was für ein Lügen- und Illusionskonstrukt gleich zu Anfang!

Man bombardiert am Ende eines Krieges nicht hilflose Frauen und Kinder eines Volkes,

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