Manova: 06-02-2026,
Denn wie sich aktuell erahnen lässt, war das Ziel ihrer Veröffentlichung nie, die Täter für ihre Taten zu verurteilen oder die Opfer zu entschädigen. Sinn und Zweck des Ganzen scheint vielmehr zu sein, uns eine solche Rechtsprechung nicht mehr erwarten zu lassen. Schließlich passiert genau das, wenn wir auf allen Kanälen — nur nicht auf den öffentlichen — mit dem Vorwurf satanistischer Verbrechen jener nun nicht mehr so geheimen Kreise konfrontiert werden: Wir desensibilisieren. Unser Weltbild soll nicht erschüttert und von deren satanistischen Ritualen befreit werden — ihr Satanismus soll Teil unseres Weltbildes werden.
Das, was wir derzeit erleben, das Schweigen, die Ablenkung, die Verdrehung und Verharmlosung, ist nichts anderes als der Versuch, das Böse zu normalisieren. Das FBI ist nach jahrelanger Recherche und dem Anhäufen unzähliger Zeugenberichte nicht plötzlich zur Besinnung gekommen und fängt an, die eigenen Machtgeber zu untergraben. Die Veröffentlichung der Epstein-Files ist Teil der Programmierung, Teil der Abstumpfung. Und nicht ohne Grund passiert sie genau jetzt.
Sacred island — Nicholas Roerich 1917
Über ein Jahrzehnt hinweg haben die Medien den Fall Epstein weitgehend ignoriert. Die einzigen Namen, die genannt werden durften, waren Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell, die ohnehin längst wegen Sexhandels und Missbrauchs Minderjähriger verurteilt waren. Und selbst jetzt, wo drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und etwa 180.000 Bilder für jedermann zum Download bereitstehen, wird trotz aller Metoo– oder Time’s Up-Debatten noch so getan, als wäre das sämtlich nicht eindeutig genug, als wären Aufnahmen aus Privatjets,