Fassadenkratzer: 23-12-2025,
Die materialistische Veräußerlichung des Weihnachtsfestes, die wir Jahr für Jahr erleben, zeigt, dass seine spirituelle Substanz aus dem Gemüt der Menschen entschwunden ist. An ihre Stelle sind das Festhalten an gefühlverbundener Tradition, Sentimentalität und Kitsch getreten. Die innere Hohlheit ermöglicht es auch andersgläubigen aggressiven Migranten, durch zunehmende Terrorakte auf Weihnachtsmärkte und Kirchen die christliche Kultur in ihrem eigenen Lande anzugreifen und lächerlich zu machen. Die Abwehr geht nur gegen die äußere Gewalt. Aus der inneren geistigen Substanz des Christentums erfolgt keine wirkliche Gegenwehr, denn es wird keine Substanz mehr erlebt. Wie sie wieder errungen werden kann, ist die existenzielle Frage.
Raphael: Sixtinische Madonna, ohne die Randfiguren, die nicht von Raphael stammen. (Waldorfshop-Kunstdruck)
Raphaels Bild der jungen Madonna mit dem Jesuskind entstammt einer ganz anderen Welt- und Menschenanschauung als der heutigen materialistischen. Maria trägt das Kind aus einer geistigen Welt heraus, aus der im Hintergrund noch viele ungeborene Menschen ihnen nachschauen, und betritt zunächst die Wolken der irdischen Welt, die Sphäre der elementaren Lebenskräfte, bevor das Kind dann im irdischen Leibe geboren wird.
Der Mensch ist ein geistiges Wesen, das aus einer geistigen Welt in die irdische herunterkommt, indem es einen physischen Leib annimmt, um hier zu wirken und nach dem Ablegen des unbrauchbar gewordenen Leibes dorthin wieder zurückzukehren. Das war Anschauung und Erfahrung der Menschen, je weiter man in der Geschichte zurückgeht.
Der heutige Mensch, dessen Bewusstsein in einer schwierigen Entwicklungsphase der Menschheit ganz auf die physische Welt reduziert ist,