UncutNews: 06-06-2024,

Von Guy Hatchard

Hin und wieder findet man eine Studie, die neue Wege beschreitet und das Verständnis der Menschen fördert. Die Zeitschrift Transplantology hat eine Studie mit dem Titel „Personality Changes Associated with Organ Transplants“ (Persönlichkeitsveränderungen im Zusammenhang mit Organtransplantationen) veröffentlicht, in der die Erfahrungen von Personen dokumentiert werden, die eine Reihe von Spenderorganen erhalten haben, darunter Herzen, Nieren, Leber und Lungen.

Es ist bekannt, dass bei Empfängern von Herztransplantaten Persönlichkeitsveränderungen auftreten können. Diese Studie zeigt, dass dies auch bei anderen Arten von Organtransplantationen der Fall ist. Nachfolgend eine Zusammenfassung des Spektrums der Veränderungen, die bei den 47 Studienteilnehmern beobachtet wurden, aufgeschlüsselt nach Herztransplantierten und anderen Organempfängern.

Insgesamt erlebten 87 % der Probanden deutliche ungewöhnliche Veränderungen, die ihr Verhalten, ihr Identitätsgefühl und ihre persönlichen Vorlieben in Frage stellten. Berichte aus erster Hand und Hinweise von Spenderfamilien bestätigen, dass einige dieser Auswirkungen mit der Übertragung von Persönlichkeitsmerkmalen wie Nahrungsmittel- oder Verhaltenspräferenzen vom Spender auf den Organempfänger zusammenhängen. So kann beispielsweise aus einem begeisterten Fleischesser ein Vegetarier werden, der kein Fleisch auf seinem Teller sehen kann.

Dies ist ein unerwartetes Ergebnis, das herkömmliche Vorstellungen in Frage stellt. Diese Studie zeigt, dass das Gedächtnis über die gesamte Physiologie verteilt ist und eng mit einer Vielzahl von Organsystemen zusammenhängt. Sie macht deutlich, wie wenig die Biowissenschaften über die Schnittstelle zwischen Bewusstsein und Materie wissen.

Frühere Spekulationen über den Ursprung dieser Effekte konzentrierten sich auf drei mögliche Mechanismen – psychologische Prägung,

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