Manova: 20-06-2026,
Wird ein Politiker dadurch ehrlicher, dass man den Menschen verbietet, ihn „Pinocchio“ zu nennen? Eine Atmosphäre der Angst kann zwar bis zu einem gewissen Grad bei den Bürgern geheuchelte Respektsbekundungen erzwingen — wirklich von der Grandiosität der Regierenden zu überzeugen vermag eine Politik der Einschüchterung aber nicht. Meldeportale sind in den letzten Monate wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dauerbeleidigte Spitzenpolitiker verfolgten Bürger, die ihre Kritik in ruppiger Sprache ausdrückten, mit Strafanzeigen. Polizisten schikanierten zuvor unbescholtene Bürger wegen Nichtigkeiten im Morgengrauen an ihrer Haustür. Das mag manchen Kritiker zu mehr Vorsicht bewegt haben — für das Image der ohnehin sehr unbeliebten „Führungsriege“ des Landes waren dieser Repressionsexzesse aber verheerend. Doch ein erfreulicher Gegentrend zeichnet sich ab … Der Autor beschreibt in seinem Artikel, wo die Brandmauer gegen berechtigte Kritik bereits Risse zeigt und was noch geschehen müsste, damit diese Gemeinwesen die Bezeichnung „Freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat“ wirklich verdient.