Manova: 01-04-2026,

Trumps Verrat

Vor etwas mehr als einem Jahr trat Donald Trump seine zweite Amtszeit an. Damals gingen wohl die meisten davon aus, er sei kriegsmüder als seine Kontrahentin Kamala Harris. Schließlich hatte er im Wahlkampf vielfach betont, er werde dem ewigen Interventionismus der Vereinigten Staaten ein Ende setzen. Auch die ersten Monate waren noch halbwegs geprägt von dem Vorhaben, sich selbst als Friedenspräsident zu profilieren. Schließlich winkte damals auch noch der Friedensnobelpreis. Heute ist davon kaum noch etwas übrig. Die Angriffe auf den Iran lassen daran keinen Zweifel zu. Wer ihm damals geglaubt hatte, fühlt sich heute möglicherweise hilflos angesichts der Erkenntnis, dass selbst jemand, der das völlige Gegenteil propagiert, im Zweifelsfall Kriege beginnt und fortführt. So berechtigt dieses Gefühl auch ist, darf nicht vergessen werden, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich zur Wehr zu setzen, die bisher unerprobt blieben.

 » Lees verder