Anti-Spiegel: 10-02-2026,
Moldawien ist immer mehr zwischen den Interessen der EU, den USA und der Ukraine gefangen. Es droht eine militärische Eskalation um Transnistrien, aber die moldawische Regierung ist immer weniger Herr der Lage.
Als die Ukraine Ende Januar einen totalen Blackout erlebte, war – von den deutschen Medien unbemerkt – auch Moldawien davon betroffen. Der Grund dafür war die Politik der pro-europäischen Sandu-Regierung, die die Lage um die abtrünnige Republik Transnistrien eskalieren und die Republik wirtschaftlich strangulieren will. Dazu hat sie unter anderem Stromlieferungen aus Transnistrien abgelehnt, wo das noch aus Sowjetzeiten stammende Kohlekraftwerk steht, das Moldawien früher mit Strom versorgt hat.
Moldawien, das sich selbst nicht mit Strom versorgen kann, kauft seinen Strom seitdem teurer in Rumänien. Und – so paradox das klingen mag – auch in der Ukraine, die bekanntlich selbst nicht genug Strom hat und unter Stromausfällen leidet. Als in der Ukraine der Blackout passierte, hatte der daher Auswirkungen auf Moldawien, wo ebenfalls ein Blackout herrschte, und sogar auf Teile des über Moldawien mit dem ukrainischen Stromnetz verbundene Rumänien.
Die Ukraine hat wegen ihres Strommangels schon lange ein Auge auf das transnistrische Kraftwerk geworfen und Selensky hat angeboten, dem Kraftwerk mit Kohle zu liefern, wenn es dafür Strom an die Ukraine liefert. Bisher sind die Verhandlungen ergebnislos geblieben.
In Transnistrien sind seit dem Zerfall der Sowjetunion russische Friedenstruppen stationiert, weil es in Moldawien damals einen Bürgerkrieg gab, als radikale, pro-rumänische Nationalisten die Macht in Moldawien übernommen haben,