Nachdenk Seiten: 01-08-2026,

Kürzlich fand sich in meiner vogtländisch-sächsischen Heimatzeitung ein knapper, geradezu zum Überlesen geeigneter Einspalter mit dem Titel „Bund will Heimatgefühl stärken“. Der Inhalt hatte was von „Jetzt geht’s los“. Das Heimatgefühl soll mit einer Kampagne des Agrarministers verbessert werden, der eine Liste mit dem zu Herzen gehenden Titel „Miteinander ist es Heimat“ präsentierte. Ran ans Volk, so die Devise, unter anderem mittels „Heimat-Dialogen“. Die Regierung wolle den Problemen der Menschen vor Ort besser auf die Spur kommen. Dass diese Probleme ursächlich etwas mit der Regierung zu tun haben könnten, wurde nicht besprochen. Der Verdacht nach einer Strategie drängt sich auf. Zwar wird nichts besser im Land, doch wir regen uns nicht mehr auf. Stramm sind wir, stolz auf die schöne Heimat, während die nach und nach kaputt geht. Ein Zwischenruf von Frank Blenz.

So sieht´s aus, und dann noch so cool formuliert: Heimatpolitik ist kein „Nice to have“

Diese Sätze lesen sich wie aus dem Märchenbuch. Die Heimatmacher und Heimatmacherinnen – so viel Zeit der Nennung muss sein – bekommen Unterstützung aus der Regierung, die sich als Möglichmacher „outet“. Lebten wir in anderen Zeiten, in einem anderen Land, mit einer anderen Regierung, könnte ich den Worten des Alois Rainer folgen, der sein Friede-Freude-Eierkuchen-Gefühl in seine Ansage packt und doch verrät, wie Entscheidungsträger hierzulande handeln: Sie kündigen an, sich einzusetzen, Verbesserungen für die Menschen auf den Weg zu bringen, um dann in Wahrheit bei der Umsetzung abzubiegen und anders oder gar nicht zu handeln. Ja, die Menschen,

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