Nachdenk Seiten: 30-07-2026,
Wo kann „Verteidigungsbereitschaft“ enden? Entertainer Harald Schmidt greift das Thema in einem Gespräch mit der Kabarettistin Monika Gruber auf und sagt: „Es fehlt bei uns ein bisschen die Kategorie: ‘Opa erzählt vom Krieg’. Weil: Als ich ein Kind war, hast du noch bei jedem Kaffee gehört: In Russland geblieben, Bein verloren, 2 Söhne gefallen – das fehlt ja jetzt. Die Generation ist tot.“ Gut, dass Schmidt auf die Gefahren der Kriegspolitik aufmerksam macht. Er lenkt den Blick dorthin, wo sichtbar wird, was am Ende eines Krieges steht. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
In Anbetracht der politischen Losung „Kriegstüchtigkeit“ erheben erstaunlich wenig Prominente ihre Stimme. Begreifen all die „Stars“, die Schauspieler, die Sänger und anderen bekannten Persönlichkeiten nicht, welches Unheil gerade im Land passiert? Oder begreifen sie sehr wohl, aber sie fürchten um ihre Karriere?
Es sind nur ein paar Minuten, in denen Harald Schmidt und Monika Gruber über die deutsche Aufrüstungspolitik reden, aber man muss beiden dankbar sein, dass sie sich öffentlich kritisch positionieren (ab ca. 45:30).
Da sitzen sie und reden über Köln, über die „Imageprobleme“ des Bischofs und darüber, dass in der Stadt nichts außer dem Dom „scheint“. Ein Gedanke ergibt den anderen und Schmidt fragt, was es bedeuten würde, wenn in Köln, das über Brücken verbunden sei, die Brücken nicht mehr stünden. Schmidt spricht von Bildbänden, die ein komplett zerstörtes Köln zeigten, mit im Wasser liegenden Brücken, und in einem solchen Fall komme man nicht mehr auf die andere Seite.