Nachdenk Seiten: 29-07-2026,
Am 21. Juli 2016 wechselte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den ukrainischen Generalstabschef Oleksandr Syrskyj aus. Als dessen Nachfolger ernannte Selenskyj den 43 Jahre alten Mychajlo Drapatyj. Die deutschen Medien loben Drapatyj als jungen, erfolgversprechenden Militär, der „frei von allem Sowjetischen“ sei und keine Soldaten verheize wie sein Vorgänger Syrskyj. Die deutschen Medien schweigen aber über die Gesinnung von Drapatyj, der in einem Interview erklärte, Russland habe „kein Recht auf eine Existenz“. Die Menschen im Donbass wollten „nicht arbeiten“. Sie seien „Umsiedler, Kriminelle“ und bedürften einer „Ukrainisierung“. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte, Drapatyj sei nichts anderes als „ein Neonazi“.[1] Eine Analyse von Ulrich Heyden (Moskau).
Wer ist der neu ernannte Generalstabschef der Ukraine? Der Kampf gegen die Separatisten im Donbass machte ihn landesweit bekannt. Drapatyj wurde in der westukrainischen Stadt Kamjanez-Podilskyj geboren. Nach der Schule machte er ein Studium am Institut für Panzertruppen in der ostukrainischen Stadt Charkiw. Der neu ernannte Generalstabschef war im April 2014 im Rang eines Majors des 2. Bataillons der 72. Mechanisierten Brigade im Kampf gegen die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk im Einsatz. Von 2024 bis 2025 war er Oberbefehlshaber des ukrainischen Heeres.
Lobeshymne auf junge ukrainische Militärs im deutschen Fernsehen
Im deutschen Fernsehsender ZDF brachte der österreichische Militärexperte Markus Reisner eine lange Lobeshymne auf Drapatyj. Über die politischen Ansichten des neuen Generalstabschefs sagte Reisner kein Wort.
Drapatyj sei – so Reisner – in der Ukraine sehr beliebt, weil er gegenüber seinen Untergebenen sehr verantwortungsvoll sei.