Nachdenk Seiten: 08-06-2024,

Claudia Sheinbaum Pardo, die Kandidatin des linken Regierungsbündnisses, hat die Präsidentschaftswahlen in Mexiko gewonnen. Nach Hochrechnungen der Wahlbehörde INE kann Sheinbaum mit etwa 60 Prozent der Stimmen rechnen. Dies wäre das beste Ergebnis bei einer Präsidentschaftswahl in Mexiko seit 1982.
Das Regierungsbündnis Sigamos Haciendo Historia („Schreiben wir weiter Geschichte”) kann mit Stimmenzuwächsen und somit auch mit klaren Siegen in den beiden Kammern des Parlaments rechnen: Sowohl im Abgeordnetenhaus als auch im Senat sind Zweidrittelmehrheiten möglich. Dadurch könnte die Regierung ohne Unterstützung der Opposition Verfassungsänderungen umsetzen. Das Bündnis kann auch mit Siegen bei sieben der neun Wahlen auf Ebene der Bundesstaaten rechnen, unter anderem in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Von René Thannhäuser.

Bereits nach der Bekanntgabe der ersten offiziellen Hochrechnungen gratulierten die Oppositionskandidaten Sheinbaum zum Wahlsieg. Xóchitl Gálvez Ruiz, die Kandidatin des rechten Oppositionsbündnisses Fuerza y Corazón por México („Kraft und Herz für Mexiko”), liegt mit unter 30 Prozent der Stimmen deutlich hinter den Erwartungen. Der Kandidat der progressiven Movimiento Ciudadano (Bürgerbewegung), Jorge Alvarez Maynez, erzielt mit etwa zehn Prozent einen Achtungserfolg. Auch der amtierende Präsident Andrés Manuel López Obrador (Amlo) gratulierte Sheinbaum, die als Vertraute und enge Weggefährtin von ihm gilt.

„Zum ersten Mal in 200 Jahren wird eine Frau die Präsidentin von Mexiko werden”, jubelte Sheinbaum in ihrer Siegesrede. Die designierte Präsidentin versprach, dass, obwohl „viele Mexikaner und Mexikanerinnen nicht mit unserem Projekt übereinstimmen, wir in Frieden und Harmonie weitergehen werden, um ein gerechteres und wohlhabenderes Mexiko zu schaffen”.

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