Nachdenk Seiten: 07-06-2024,

Der aktuelle Festakt zum „D-Day“ war ein großes Fest gegen die seriöse Geschichtsbetrachtung. Der Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie wurde zum „Anfang von Hitlers Ende“ hochstilisiert und es wurden absurde Parallelen zwischen Russland und Nazi-Deutschland angedeutet. Aus Sicht vieler deutscher Politiker und Journalisten ist das nur folgerichtig: Ohne die massive Verzerrung der Geschichte würde die ganze offizielle Darstellung des Ukrainekriegs augenblicklich zusammenbrechen. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Landung alliierter Truppen in der Normandie, dem sogenannten D-Day, wurden ohne Vertreter Russlands begangen und waren auf vielen Ebenen ein neuer Höhepunkt des Versuchs der massiven Umdeutung der Geschichte. Diesen Versuch betreiben momentan fast alle Politiker und fast alle Journalisten großer Medien in Deutschland: Hier herrscht offenbar eine weitgehende Übereinkunft darüber, dass die Geschichtsschreibung notfalls den Bedürfnissen der Propaganda der Gegenwart angepasst werden darf. Das ist auch notwendig, da die offizielle westliche Darstellung des Ukrainekriegs und die moralische Bewertung der Kriegsverlängerung bei einer seriösen Betrachtung der jüngeren Geschichte nicht überlebensfähig wären.

Und um diese jüngere Geschichte besser verzerren zu können (im Sinne von „Putin ist wie Hitler“) wird auch versucht, die Geschichte des Zeiten Weltkriegs massiv umzudeuten. Das geht so weit, dass Bundeskanzler Olaf Scholz sogar den für den 8. Mai reservierten Begriff vom „Tag der Befreiung“ bei den jetzigen Feiern indirekt auf den D-Day ummünzte, wie Medien berichten:

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Landung der Alliierten in der Normandie am 6.

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