Nachdenk Seiten: 23-12-2025,

Während die Berliner Politik ihren Kurs der militärischen Eskalation starrsinnig fortsetzt, wächst der Bedarf an einer radikalen Kurskorrektur. Im Berliner Kulturzentrum Peter Edel sezierten Brigadegeneral a. D. Erich Vad und Politikwissenschaftler Alexander Neu vor wenigen Tagen das deutsche Dilemma: Eine Strategie, die den Interessenausgleich verweigert, die eigene Industrie für eine rüstungspolitische „Milchmädchenrechnung“ opfert und Deutschland zum bloßen Statisten der Weltmächte degradiert. Éva Péli berichtet über die Veranstaltung.

„Kriege brechen nicht aus. Sie werden gemacht, sie werden vorbereitet, sie werden geplant. Sie sind das Ergebnis eines eklatanten Scheiterns der Politik. Ich sage das als ehemaliger Soldat und als General: Kriege sind kein gerechtfertigtes Mittel der Politik – und trotzdem ereignen sie sich, weil eine Politik vorherrscht, die den Interessenausgleich verweigert.“

Das sagte Brigadegeneral a. D. Erich Vad in Berlin bei einer Veranstaltung.

Fast zeitgleich zum Treffen von Wolodymyr Selenskyj mit einer US-Delegation in Berlin-Mitte kamen am Montagabend im Kulturzentrum Peter Edel zwei Experten zusammen, um über eine Realität zu sprechen, die im Kanzleramt geflissentlich ignoriert wird. Unter dem Titel „Krieg oder Frieden“ – angelehnt an das aktuelle Buch von Erich Vad und Klaus von Dohnanyi – debattierten Brigadegeneral a. D. Erich Vad, ehemals militärpolitischer Berater von Angela Merkel, und Dr. Alexander Neu, langjähriger Obmann im Verteidigungsausschuss des Bundestages. Beide kennen den Apparat von innen und suchten den direkten Dialog mit dem Publikum.

Die Bilanz fiel bitter aus. Die Realität hat die Berliner Blase längst überholt, auch wenn sich die hiesige Medienlandschaft weiterhin in transatlantischen Träumereien verliert.

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