Overton Magazin: 09-02-2026, War nur privat da: Daniel Günther; Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.
Seit letzter Woche wissen wir nun also: Die Sendung »Lanz« wird zwar öffentlich-rechtlich finanziert, lädt sich aber offenbar Privatpersonen ein. Über die verantwortungslose Mentalität der Macht in diesem Lande.
Er sprach von »Feinden der Demokratie« und darüber, dass man gewisse Medien auch verbieten sollte – Daniel Günther, christdemokratischer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, am 7. Januar dieses Jahres in der Talkshow von Markus Land. Danach erntete der Mann einen Shitstorm: Als politischer Funktionsträger dürfe er sich solche Einordnungen gar nicht anmaßen, warf man ihm vor. Daraufhin erklärte Günther, er habe es ganz anders gemeint – später schob er nach, er habe es gar nicht erst gesagt. Woraufhin einige munkelten, er sei noch nicht mal in der Sendung gewesen. Ganz zum Schluss hat er es dann doch gesagt und auch so gemeint: Aber eben nur als Privatpersonen.
Dass ein Ministerpräsident als Privatperson in eine abendliche Talkshow geladen wird, in der er aber nichts von seinem Hund, seinen liebsten Kuchenrezepten, dem Stammtisch seiner bevorzugten Wahl und seinen nächsten Urlaub erzählte – Privatkram halt! –, sondern über Politik und Medien salbaderte, konnte wirklich keiner für voll nehmen. Wenn man schon Privatpersonen einlädt: warum keine interessanten? Warum dann so einen konturlosen Niemand? Und wieso sprach man nicht von Dingen, die ihn zuhause betreffen? Was kümmert es denn die Allgemeinheit, was ein Privatmann über Nius, Alternativmedien und Medienzensur denkt? Nein, diese seine Ausrede war faktisch nicht haltbar …
Privatperson mit Dienstlimousine und Personenschützer? » Lees verder