Overton Magazin: 19-11-2025, Bevor wir betteln, gehen wir klauen.Symbolbild: ArmutGeogast, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Mehr Obdachlose, steigende Kinderarmut – und in deutschen Innenstädten darbt die Armut: Vielleicht sollte die politische Klasse den Schwerpunkt auf diese Themen legen – denn das wäre wirkliche Demokratieförderung. Oder gar deren Rettung?

Die neuesten Zahlen zur Obdachlosigkeit in Deutschland machen Sorgen: Die Millionengrenze wurde geknackt. Wobei voranzuschieben ist, dass die Zahlen so neu nicht sind – nun liegen sie für 2024 vor, aktuellere findet man im Augenblick nicht. Man muss fürchten, dass das wirkliche Bild – dass uns dann Ende 2026 vorliegen wird – och düsterer aussieht. 2023 gab es 928.000 Wohnungslose im besten Deutschland, das wir je hatten. Ein Jahr später sind mehr als 100.000 dazugekommen: 1.029.000 Wohnungslose. Noch immer sind – Gender Studies wo bist du? – es mehrheitlich Männer, die ohne Dach über dem Kopf darben.

Parallel dazu noch so eine frohe Kunde: Jedes siebte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Auch diese Zahlen sind – wie schon oben – letztjährig. Aktuell sieht es womöglich noch bitterer aus. Was bei Kinderarmut immer zu kurz kommt: Arme Kinder sind im Regelfall die Kinder armer Eltern. Es ginge also im Grunde weniger darum, die Kinder reicher zu machen, als um die Schaffung von Grundlagen, die den Eltern erlaubte, von ihrer Hände Arbeit auch leben zu können – oder aber, sie nicht so sehr zu belasten, damit von dem, was sie in ihre Tasche wirtschaften,

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