Overton Magazin: 07-02-2026, Test einer strategischen Rakete des Typs Trident II D5 Life Extension von einem U-Boot 2025. Bild: U.S. Navy
Am 5. Februar ist mit dem 2020 vereinbarten New START-Abkommen (New Strategic Arms Reduction Treaty) das letzte Abkommen über die Begrenzung von Atomwaffen abgelaufen. Vereinbart war zwischen Russland und den Vereinigten Staaten, nicht mehr als 1500 aktive Sprengköpfe und nicht mehr als 800 Trägersysteme einsatzbereit zu halten. Durch Abkommen war die Zahl der Sprengköpfe von wahnsinnsweisen mehr als 70.000 (1986) auf 12.500 reduziert worden. Jetzt könnten beide Länder, die über 90 Prozent aller Atomwaffen verfügen, ihre Arsenale aufstocken, während viele Länder darin bestärkt werden, selbst Atomwaffen zu erwerben oder zu entwickeln. Das hat sich bislang, siehe Nordkorea versus Iran, Irak oder Ukraine, als Schutz vor Angriffen bewährt.
Seit 2020 gab es schon keine Vor-Ort-Inspektionen mehr, nur noch eine gegenseitige Überwachung durch Satelliten- oder Fernaufklärung. Die strategischen Bomber mussten nach Protokoll beobachtbar und nicht abgedeckt sein, was etwa die Ukraine 2025 ausnutzte, um russische Bomber auf dem Luftwaffenstützpunkt Engels mit Drohnen anzugreifen und zu beschädigen. Russland hatte 2023 die Teilnahme am Vertrag ausgesetzt, aber sich an die Vorgaben gehalten, u.a. dadurch, die strategischen Bomber nicht zu tarnen und nicht durch einen Hangar zu schützen (Der asymmetrische ukrainische Drohnenangriff auf strategische Bomber weckt Ängste).
Das beidseitige Misstrauen wurde zu groß, mit dem Ukraine-Krieg rückte das Szenario eines Nuklearkrieges näher, Washington und insbesondere Trump wollten sich nie gerne durch Verträge verpflichten. Nachdem die USA einseitig den ABM-Vertrag gekündigt und einen Raketenabwehrschirm auch in Polen und Rumänien aufgebaut haben,