Overton Magazin: 09-02-2026, Bild: af.mil
Oder woraus nationale Albträume gemacht sind.
Was macht nationale Sicherheit aus und wie lässt sie sich am besten erreichen? Machen massive Militärausgaben ein Land wirklich sicherer, und welche Gefahren für Demokratie und Freiheit gehen von riesigen Militärapparaten aus? Fragen wie diese werden heutzutage in Amerika selten ehrlich diskutiert. Stattdessen bevorzugt die Trump-Regierung Vorbereitungen für Krieg und noch mehr Krieg, angeheizt durch potenziell enorme Erhöhungen der Militärausgaben, die unehrlicherweise als „Rekapitalisierung“ der Sicherheit Amerikas dargestellt werden.
Eine solche Darstellung lässt Pete Hegseth, Amerikas selbsternannter „Kriegsminister“, mit seiner Begeisterung für eine Krieger-Ethik fast schon erfrischend erscheinen. Der republikanische Senator Lindsey Graham ist ein weiterer „Krieger”, der Konflikte bejubelt, sei es mit Venezuela, dem Iran oder sogar – ja! – Russland. Solche Machos schwelgen in dem, was sie für die göttliche Mission dieses Landes halten, die Welt zu beherrschen. Tragischerweise gewinnen derzeit unverhohlene Kriegstreiber wie Hegseth und Graham den politischen und kulturellen Kampf hier in Amerika.
Natürlich ist die Kriegstreiberei der USA alles andere als neu, ebenso wie der Glaube an die globale Vorherrschaft durch hohe Militärausgaben. Bereits 1983 arbeitete ich als Student an einem Projekt, das Präsident Ronald Reagans Aufrüstung der „Verteidigung“ und seine Begeisterung für unrealistische Konzepte wie die Strategic Defense Initiative (SDI), besser bekannt als „Star Wars“, kritisierte. Ich hätte nie gedacht, dass mehr als 40 Jahre später ein anderer republikanischer Präsident wieder auf SDI (jetzt unter dem neuen Namen „Golden Dome“) und noch massivere Militärausgaben setzen würde,