Overton Magazin: 26-12-2025, Lupus in Saxonia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Über den neuen Koordinator der deutschen Militärhilfe für die Ukraine: Kommt Kompetenz jetzt mit der Verwendung?
Am 19. Dezember 2025 besuchte der deutsche Brigadegeneral Joachim Kaschke erstmalig Kiew. Auf der Zugfahrt in die ukrainische Hauptstadt gab er dem YouTube-Format „Nachgefragt“ ein Interview und sagte u.a. folgendes: Er fahre aus mehreren Gründen nach Kiew: Einerseits gehe es um die Koordinierung der Unterstützungsleistungen für das angegriffene Land, andererseits auch darum, ein Signal der fortdauernden Unterstützung zu senden. „Wir sind hier auch als Zeichen der Solidarität: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine.“ An der Front habe sich eine regelrechte Todeszone entwickelt. Es gebe keine klare Frontlinie mehr, die Truppen beider Seiten würden kaum noch direkt aufeinandertreffen. Stattdessen habe sich ein sogenanntes gläsernes Gefechtsfeld entwickelt, „ein Gefechtsstreifen, der mehrere Kilometer breit ist und wo kaum Bewegungen stattfinden können, ohne dass sie durch Drohnen entdeckt werden und dann eben mittels Drohnen oder anderer Wirkmittel bekämpft werden können.“ Russland setze daher zunehmend auf kleine Kampfgruppen, die die ukrainischen Linien infiltrieren sollen. Gekämpft werde dabei hauptsächlich in den Städten in Frontnähe, „weil die Städte auf dem gläsernen Gefechtsfeld eine gewisse Deckung bieten für die kleinen Einheiten, wie sie die Russen derzeit einsetzen müssen. Weil die ukrainischen Streitkräfte durch hohen Drohneneinsatz verhindern, große Truppenkörper zum Einsatz zu bringen.“
Verteidigungsminister Pistorius habe diesbezüglich klargemacht, dass ein Waffenstillstand nicht über die Köpfe der Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg verhandelt werden dürfe.