RT-Duits: 13-09-2026,
Von Dmitri Bawyrin
Dem preisgekrönten Schauspieler Marcello Mastroianni wird der Ausspruch “Italiener sind eine komische Version der Russen” zugeschrieben. Ob dem pensionierten italienischen General Roberto Vannacci eine solche Definition bekannt ist, ist unklar – doch jedenfalls amüsierte er seine Follower in den sozialen Medien durch und durch köstlich mit einem Foto von sich, auf dem er eine typisch russische Pelzmütze mit Ohrenklappen trägt und ein Glas Wodka in der Hand hält. Eine Parodie sozusagen.
Der drögen Vulgarität solcher Stereotype ungeachtet gibt es für uns in Russland dennoch keinen Grund, sich vom General beleidigt zu fühlen: Er machte sich gar nicht über Russen lustig – sondern über Russlands Bild bei gewissen Herrschaften im Land unserer gemeinsamen Feinde, Großbritannien. Das Kriegsblatt der Londoner Globalisten – Financial Times – hatte der Welt nämlich kurz zuvor verkündet, Vannacci sei ein Agent Moskaus, eine Bedrohung für die westliche Einheit und dergleichen mehr.
Vannacci stellte als Reaktion auf die Veröffentlichung das besagte Bild ins Netz und schrieb dazu:
“Mit zitternden Händen erfuhr ich, dass ich ein sprichwörtlicher Manchurian Kandidat bin, von Russland kontrolliert – und losgeschickt, um mich über die horrenden Benzinpreise in meinem Land zu beschweren.”
Der Satz mit dem Zittern seiner Hände bezieht sich vermutlich auf den Wodka, ist aber wohl am ehesten der Rolle geschuldet. Der General zählt es nämlich sehr wohl zu seinen Fähigkeiten, mit Verstand Wodka zu trinken: Über zwei Jahre lang diente Vannacci als Roms Militärattaché in Moskau.