RT-Duits: 31-03-2026,

Von Nikita Demjanow

Die lettischen Behörden sind sehr besorgt darüber, dass die Europäische Union sich einfach nicht auf ein weiteres Paket von Sanktionen gegen Russland einigen kann. Deshalb hat Riga beschlossen, eigenständig zu handeln. Der Vorstand der Partei “Neue Einheit”, der auch Premierministerin Evika Siliņa angehört, hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2026 alle wirtschaftlichen Beziehungen zur Russischen Föderation vollständig abzubrechen. Siliņa beauftragte die Regierung, einen Plan auszuarbeiten, wie der Personenverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Russische Föderation eingestellt sowie der lettische Export nach Russland und der Import aus Russland unterbunden werden können.

Siliņa ist äußerst unzufrieden damit, dass der wirtschaftliche Austausch zwischen den beiden Staaten nicht nur nicht vollständig zunichtegemacht wurde, sondern sogar Anzeichen eines Wachstums zeigt. So stiegen im Dezember 2025 (im Vergleich zum Dezember 2024) die Exporte aus Lettland in die Russische Föderation um 15,3 Prozent auf 70,5 Millionen Euro. Nach Berechnungen der lettischen Zentralbank würde ein vollständiger Abbruch des wirtschaftlichen Austauschs mit Russland diese baltische Republik heute zwei Prozent ihres BIP kosten. Doch Siliņa betont, dass sie dies unbedingt erreichen will. Ihrer Meinung nach birgt der Handel mit Russland eine “Gefahr” für Lettland – und “Sicherheit” sei daher weitaus wichtiger.

Seinen Beitrag zur Aufrechterhaltung der in den baltischen Staaten herrschenden antirussischen Hysterie leistete auch der Leiter des lettischen Staatssicherheitsdienstes (SGB), Normunds Mežviets. Dieser behauptete in einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph, dass Moskau und Minsk einen “hybriden Krieg” gegen Lettland führen und Invasionspläne schmieden.

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