RT-Duits: 01-04-2026,

Wie die Bundeswehr in Hamburg am heutigen 1. April auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, startet in der Hansestadt ein Feldversuch mit dem neuen Taktischen Sichtbarkeitshorn (TSH-24). Das TSH-24 ist ein mehrfarbig retroflektierendes Aufsatzhorn, das standardmäßig auf dem Gefechtshelm montiert werden soll. Der Feldversuch wird in Kürze auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Interessierte Reservisten können sich bereits jetzt bewerben.

Das TSH-24 vereinige verschiedene Leistungsmerkmale in einem, erklärt die Bundeswehr. Wichtig im Gefecht: Die Sichtbarkeit der Soldaten sei dank der NATO-Sonderfarbe “Aurora Prismatic” um 340 Prozent erhöht. Damit sei der Bundeswehrsoldat künftig selbst bei Dämmerung und Starkregen von Freund und Feind gut erkennbar. Vom Aussehen her erinnert das TSH-24 an eine an die Stirnseite versetzte Spitze der preußischen Pickelhaube. Ein Rückgriff auf die große preußische Militärtradition – nur eben in moderneren Farben.

Im Rahmen der Kriegsertüchtigung der Bundeswehr spielen auch Nahkampffähigkeiten eine höhere Rolle als früher: Die Einhornform des TSH-24 leiste dazu einen bedeutenden Beitrag, heißt es aus Bundeswehrkreisen. So könne das Aufsetzhorn aus gehärtetem Polycarbonat ohne weitere Krafteinwirkung den Gegner auf Distanz halten. Die Bundeswehr plant, das Sichtbarkeitshorn als Kampfwaffe zum offiziellen Bestandteil der Nahkampfausbildung zu machen.

Wichtig sei beim Kampfeinsatz auch die psychologische Wirkung: Feldversuche hätten gezeigt, dass eine mit TSH-24 ausgerüstete Einheit beim Gegenüber “eine Kombination aus Verwirrung und unfreiwilliger Belustigung” erzeuge – eine wichtige Deeskalationswirkung in zivilen Lagen.

Ein weiterer Vorzug des Sichtbarkeitshorns liege in der sogenannten “passiven Geländeorientierung”: Durch die Länge des Horns bekomme der Träger frühzeitig Informationen über eventuelle Hindernisse.

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