RT-Duits: 31-07-2026,
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Bulgarien dazu aufgefordert, seine Entscheidung zu überdenken, US-Militärflugzeugen vorübergehend die Stationierung auf dem Luftwaffenstützpunkt Bezmer zu gestatten. Das berichteten iranische Staatsmedien am Donnerstag.
In einem Telefonat mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa erklärte Araghtschi, die Genehmigung Sofias für den US-Antrag, Flugzeuge zur Unterstützung militärischer Operationen auf dem Stützpunkt zu stationieren, komme der Unterstützung einer Aggression gegen Iran gleich.
Er bezeichnete den Schritt als inakzeptabel und als Verstoß gegen die traditionell freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Iran hat wiederholt gewarnt, dass Staaten, die ihr Territorium für US-Militäroperationen gegen die Islamische Republik zur Verfügung stellen, “mit Konsequenzen rechnen müssen.”
In einem separaten Telefonat mit dem zyprischen Außenminister Konstantinos Kombos betonte Araghtschi zudem, wie wichtig es sei sicherzustellen, dass ausländische Militärstützpunkte auf Zypern nicht für Angriffe auf den Iran genutzt werden.
Saudi-Arabien wiederum will im Zuge des Iran-Kriegs nach den Angriffen der mit Iran verbündeten Huthi-Miliz eine multinationale Militärkoalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer gründen. Vertreter aus 43 Ländern und der Europäischen Union hätten an einem Treffen teilgenommen, bei dem die Pläne erörtert wurden, teilte das Verteidigungsministerium in Riad am Donnerstag mit. Saudi-Arabien solle die Koalition als Gründungs- und Führungsstaat leiten und das Hauptquartier stellen. 14 Länder, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, hätten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Unterstützung bekundet.
Die wichtigsten Börsen in der Golfregion haben den Handel am Donnerstag im Minus beendet. Die Stimmung der Anleger verschlechterte sich angesichts wachsender Sorgen um eine Eskalation der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran.