RT-Duits: 13-09-2026,

Selbstkritik ist nicht ihre Stärke, stattdessen werden die politischen Mitbewerber attackiert. So haben führende Unionspolitiker aus Mecklenburg-Vorpommern Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vorgeworfen, mit einem stark auf sie selbst zugeschnittenen Wahlkampf die sogenannte “politische Mitte” insgesamt zu schwächen.

“Manuela Schwesig stellt ihre parteipolitischen Interessen über die Interessen Mecklenburg-Vorpommerns”, sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann, wie der Spiegel am Sonntag berichtete. Ihr Versuch, mit einem personalisierten Wahlkampf die CDU kleinzuhalten, schwäche die politische Mitte und helfe am Ende der AfD. Das sei “verantwortungslos”. Gegenüber wem, bleibt unklar. SPD-Politikerin Schwesig hofft, dass ihre Partei bei der Landtagswahl am 20. September stärker als die AfD abschneiden wird. Die CDU dagegen muss davon ausgehen, durch den auf zwei Parteien zugespitzten Wahlkampf ins Hintertreffen zu geraten. Unter einigen Christdemokraten herrscht bereits die Sorge, an der Fünfprozenthürde zu scheitern und damit den Wiedereinzug in den Landtag zu verpassen. In Umfragen liegt die ehemalige Volkspartei derzeit bei nur noch sieben Prozent.

CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters sprach gegenüber dem NDR von einer “ernsten Lage”. Schwesigs Polarisierungskurs gehe nicht nur zulasten der CDU, so Peters, sondern die AfD werde dadurch indirekt gestärkt.

Generalsekretärin Hoppermann ergänzte, Mecklenburg-Vorpommern brauche “keine SPD, die um ihre eigene Mehrheit kämpft, sondern eine starke CDU, die für klare Verhältnisse sorgt. Wer eine linke Mehrheit verhindern will, muss CDU wählen.” Peters ergänzte: “Schwesig führt einen Wahlkampf gegen die CDU und übrigens auch gegen die Grünen.”

Auch die Grünen, die im Nordosten um den Einzug in den Landtag bangen, zeigten sich empört über Schwesigs Wahlkampf ‒ dieser sei angeblich “rücksichtslos”.

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