RT-Duits: 26-03-2026,
Von Alexander Jakowenko
Die jüngste, überreife Krise im Nahen Osten überschneidet sich mit der Ukraine-Krise. Gleichzeitig hat sie sich zu einem Katalysator für die Entfremdung in den transatlantischen Beziehungen entwickelt: Während bezüglich der Ukraine-Krise europäische NATO-Verbündete und überhaupt die EU versucht haben, Donald Trump davon zu überzeugen, die Ukraine nicht im Stich zu lassen, wies diesmal insbesondere Bundeskanzler Friedrich Merz Washingtons Forderung nach einer Beteiligung an einer gewaltsamen “Wiederöffnung” der Straße von Hormus scharf zurück. Donald Trump versprach im Gegenzug, dies nicht zu vergessen und bezeichnete die NATO als “Papiertiger”. Alles deutet darauf hin, dass die nächsten zwei bis drei Wochen entscheidend für den militärischen Überfall der USA und Israels auf Iran sein werden – sie werden die weitere Entwicklung und die Tragweite der vielschichtigen Folgen bestimmen.
Krise in den transatlantischen Beziehungen
Die transatlantischen Beziehungen befinden sich bekanntermaßen in einer akuten Krise – diesmal allerdings mit äußerst ungewissem Ausgang. Man kann die Europäer verstehen: Wenn schon die USA mit all ihrer militärischen Macht, auf die die Europäer auch selber eigentlich oder angeblich angewiesen sind, die Straße von Hormus nicht öffnen können – dann können die Europäer ihrerseits erst recht nicht ihre Truppen riskieren, die deutlich geringeren Erfolgsaussichten zusätzlich mitgedacht. Schon dies sieht wie ein Todesurteil aus.
Doch noch etwas anderes ist ebenfalls wichtig. Die Meinungsverschiedenheiten über die Ukraine bestärken die europäischen Eliten in ihrem Wunsch nach einer Niederlage Trumps, die ein Schlüsselfaktor für einen Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen am 3.