RT-Duits: 28-07-2026,
Von Wladislaw Sankin
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat dem scheidenden deutschen Botschafter Alexander Graf Lambsdorff bei seinem Abschied den Handschlag verweigert. Das ist im diplomatischen Etikett ein erlaubtes Ausdrucksmittel für Unmut. In diesem Fall für den Unmut über seine grassierende Russophobie. Hoffnungen, dass dem Nachfolger Lambsdorffs irgendwann nicht das Gleiche passiert, gibt es allerdings kaum. Verflogen sind sie gleich nach seinem ersten öffentlichen Auftritt.
Da standen sie – sein Pressesprecher Tonio Koller und der neue Botschafter Dr. Clemens von Goetze – auf dem Balkon der deutschen Botschaft und schienen bester Laune zu sein. Von Goetze bedankte sich bei seinen künftigen Mitarbeitern für den freundlichen Empfang und berichtete auch von guten Begegnungen mit “Russen”. Nach diesen Nettigkeiten kam er aber ganz schnell zur Sache – zu Kollers Frage nach seinen Zielen gebe es eine klare Antwort:
„Die russische Regierung muss ihren völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine beenden. Das ist nicht nur mein Wunsch, sondern auch der vielen Menschen in Russland.“
Mit diesem Satz war das Begrüßungsvideo bereits beendet. Die Reaktion der wachsamen Sacharowa ließ nicht lange auf sich warten. “Der neue deutsche Botschafter versuchte, kaum in Russland angekommen, einen öffentlichen Auftritt zu inszenieren, indem er erklärte, er werde von der russischen Regierung irgendetwas fordern”, schrieb sie auf Telegram.
“Das war offensichtlich ein Fehlstart. Mit einem solchen Verständnis der Ziele seiner diplomatischen Mission wird es dem deutschen Diplomaten in Moskau nicht gelingen, einen Dialog aufzubauen.”
Auch merkte sie an,