RT-Duits: 03-08-2026,
Die deutsche Stahlindustrie könnte bei ihrer milliardenschweren Transformation zu klimafreundlicher Produktion auf eine wirtschaftlich riskante Strategie setzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Unternehmensberatung PwC, über die das Handelsblatt berichtet. Demnach droht ein großer Teil der deutschen Stahlproduktion auch nach dem geplanten Umbau unwirtschaftlich zu bleiben. Damit gerät zugleich die staatliche Förderung der Branche in den Blick. Die Produktion von grünem Stahl war dem ehemaligen grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck ein Herzensanliegen. Zweifel an der Strategie hat Habeck mit autoritärer Geste weggewischt. Nun schlägt sich die Realität auf die Seite seiner Kritiker.
Die deutschen Stahlhersteller investieren derzeit Milliarden in neue Anlagen, mit denen Kohle und Koks durch klimafreundlich erzeugten Wasserstoff ersetzt werden sollen. Allein Thyssenkrupp Steel, Salzgitter und die Stahl-Holding-Saar erhalten dafür staatliche Beihilfen von deutlich mehr als fünf Milliarden Euro. Ziel ist es, die Stahlproduktion in Deutschland zu dekarbonisieren und zugleich die industrielle Wertschöpfung im Land zu halten.
Das Problem ist laut PwC jedoch nicht allein die Umstellung der Produktion. Entscheidend sind die Kosten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Selbst wenn die neuen Anlagen technisch funktionieren, könnten hohe Energiepreise, teurer Wasserstoff und die Konkurrenz aus Ländern mit deutlich niedrigeren Produktionskosten dazu führen, dass deutscher Stahl nicht konkurrenzfähig ist. Die Untersuchung kommt laut Handelsblatt zu dem Schluss, dass die deutsche Stahlproduktion in ihrer heutigen Form in allen betrachteten Zukunftsszenarien vor erheblichen wirtschaftlichen Problemen steht.
Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Werden Milliarden Euro öffentlicher Gelder eingesetzt, um eine klimafreundliche Stahlproduktion aufzubauen,