RT-Duits: 01-08-2026,

Der Weltfußballverband FIFA hat seine umstrittenen Pläne zum Verkauf von Anteilen an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaft und anderer Turniere endgültig aufgegeben. In der Nacht zum Samstag erklärte Präsident Gianni Infantino, das Projekt werde nicht weiterverfolgt, weil es zu tiefen Spaltungen geführt habe. Nur wenige Stunden später verschärfte die UEFA die Krise jedoch erheblich. Europas Fußballverband erklärte öffentlich, er habe das Vertrauen in Infantino verloren, gleichwohl dieser in seiner Mitteilung geschrieben hatte:

Unsere Aufgabe war und ist es, zu vereinen und zu verbessern. Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.

Doch die UEFA gab sich mit diesem Rückzieher keineswegs zufrieden. In einer scharf formulierten Erklärung vom Samstag hieß es, die aktuelle FIFA-Führung habe nicht nur das Vertrauen der UEFA, sondern auch das vieler anderer Akteure im Fußball verspielt. Man könne nicht weiter mit “geheimen Schemata” und “schäbigen Hinterzimmer-Deals” arbeiten, die von “gesichtslosen Personen” ausgeheckt würden. Eine grundlegende Überprüfung der FIFA-Governance sei notwendig – “keine Option sollte vom Tisch sein”.

Noch Anfang der Woche hatte die FIFA unter dem Namen “FIFA Forward Enterprise” eine neue Tochtergesellschaft gründen und darin die lukrativen Rechte an den Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften sowie weiteren Wettbewerben bündeln wollen. Geplant war der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung von rund 20 Prozent an private Investoren. Bei einer Bewertung von etwa 20 Milliarden US-Dollar hätte der Verband rund 4,2 Milliarden Dollar einnehmen sollen. Als zentraler Investor war die Firma von Joshua Kushner im Gespräch. Das Geld sollte über ein neues Förderprogramm an die 211 Mitgliedsverbände fließen,

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