RT-Duits: 25-03-2026,

In der internationalen Presse wurde in den letzten Tagen gelegentlich gemeldet, dass die eingeschränkten Lieferungen von Ressourcen aus dem Persischen Golf nicht nur zu Engpässen bei der Versorgung mit Kohlenwasserstoffen führen. Neben den Grundstoffen und Fertigprodukten wie Dünger, die die Weltwirtschaft aus der der Golfregion bezieht, rückt insbesondere das Edelgas Helium in den Fokus.

Bisher wenig beachtet, weil es ein Nebenprodukt der Verflüssigung von Erdgas zu LNG ist, droht die Helium-Produktion infolge der Angriffe auf die Erdgasanlagen von Katar auszufallen. Schon die Verknappung des Edelgases hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Industriezweige.

Wie die Ostdeutsche Allgemeine (OAZ) unter Berufung auf Angaben von Reuters recherchiert hat, stehen beispielsweise in Sachsen die Chip-Produktion, aber auch deutschlandweit die Automobilindustrie und die Hersteller von High-Tech-Medizingeräten vor großen Schwierigkeiten.

Katar musste die Produktion von LNG an einer LNG-Anlage mit einer Jahreskapazität von 77 Millionen Tonnen stoppen und “höhere Gewalt” (Force Majeure) erklären. Beeinträchtigt sei dadurch auch die Helium-Produktion in Ras Laffan, wie Associated Press berichtet habe.

Laut der US-Geologiebehörde USGS hat Katar im vergangenen Jahr etwa 63 Millionen Kubikmeter Helium produziert, so die OAZ. Weltweit wurden 190 Kubikmeter Helium erzeugt. Somit fällt rund ein Drittel der weltweiten Helium-Erzeugung aus.

Knappheit ist systembedingt

Im Unterschied zu Öl, Erdgas oder anderen von der Industrie bedingten Ressourcen gibt es jedoch bei Helium keine nennenswerten strategischen Reserven. Helium wird verflüssigt und in speziellen Containern transportiert,

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