RT-Duits: 05-05-2026,
Von Rainer Rupp
Friedrich Merz hat das Ende des “zu komfortablen Lebens” für die Deutschen ausgerufen. Im Spiegel-Gespräch, das am 29. April 2026 erschien, hält der unbeliebteste Bundeskanzler seit der Wiedervereinigung einen Vortrag voller elitärer Vorwürfe. Die Deutschen sollen endlich Abschied vom Sozialstaat nehmen, von guter Gesundheitsversorgung und sicherer Rente. Es ist Zeit, den Gürtel enger zu schnallen – während seine Regierung Hunderte von Milliarden in die Aufrüstung und in den Stellvertreterkrieg in der Ukraine pumpt, um Russland strategisch zu schwächen.
Die Kritik von Bundeskanzler Merz, der nicht nur ein Privatflugzeug besitzt, sondern zwei, an den deutschen Bürgern ist unverhohlen verächtlich. Der von Reichtum strotzende Kanzler rügt die einfachen Leute, weil die es sich angeblich zu gut gehen lassen, obwohl die Realität bei “denen da unten” ganz anders aussieht und viele zum Monatsende nicht mehr wissen, wie sie ihre immer teurer werdenden Rechnungen bezahlen sollen.
Statt über Personalmangel in Krankenhäusern und Schulen oder Burn-out in Schlüsselbranchen zu sprechen, wettert er gegen Krankentage: “Sind wir wirklich so eine kranke Nation?” Die hohe Fehlzeitenquote sei kein Symptom eines überlasteten Systems, sondern ein moralisches Versagen der Bevölkerung, die die Arbeit nicht mehr ernst nehme. In einem Land mit alternder Belegschaft und maroder Infrastruktur erklärt Merz die Opfer seines Systems zu Tätern.
Seine Vorschläge – Rentenreform, Gesundheitsreform, Steuerreform – sind nichts anderes als Codewörter für Sozialabbau. Der Begriff “Reform” hat eine neue Bedeutung bekommen. Er steht nicht mehr dafür, etwas besser und effizienter zu machen.