RT-Duits: 02-05-2026,

Von Rainer Rupp

Kaum hatte der britische König Charles III. am 28. April 2026 Washington besucht und in seiner Rede vor dem US-Kongress zu “unerschütterlicher Entschlossenheit” bei der Unterstützung der Ukraine aufgerufen, gibt das Pentagon ein weiteres Militärhilfepaket für Kiew frei. Kriegsminister Pete Hegseth bestätigte am 29. April die Freigabe von 400 Millionen Dollar aus dem Ukraine Security Assistance Initiative (USAI). Das Geld war bereits im Dezember 2025 im Rahmen des 900-Milliarden-Dollar-Verteidigungshaushalts bewilligt worden, lag aber monatelang auf Eis – bis zum Staatsbesuch seiner britischen Majestät.

Mit seinem Aufruf zu “unerschütterlichen Entschlossenheit”, der Ukraine zum Sieg über Russland zu helfen, traf Charles III. beim US-Kongress ins Schwarze. Spontan erhoben sich der gesamte US-Kongress, Senatoren und Vertreter im Abgeordnetenhaus, zu “Standing Ovation”, zu einem langen, nicht enden wollenden Beifall. Das zeigt besser alle öffentlichen Beteuerungen Donald Trumps, er wolle den Konflikt durch Friedensverhandlungen mit Russland beenden, dass die herrschende Klasse in den USA weiterhin militärisch fest an der Seite Kiews steht, um Russland strategisch zu schwächen.

Wenn Trump zuletzt von “sehr guten Gesprächen” mit Wladimir Putin sprach und andeutete, eine Lösung sei “relativ schnell” möglich, dann sind das nichts als Nebelkerzen. Denn selbst wenn Trump das persönlich ernst meinen würde, kann er allein, d. h. ohne den für Außen- und Sicherheitspolitik zuständigen Senat, zu keiner dauerhaften Lösung mit Russland kommen. Entsprechen meinen auch US-amerikanische Trump-Kritiker, die schönen Worte über eine “relativ schnelle” Lösung des Ukraine-Konflikts seien nur dazu da, seine wegen Iran aufgebrachte MAGA-Wählerschaft zu besänftigen.

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