RT-Duits: 12-09-2026,
“Operation Hillmore” ist kaum ein Jahr alt und schon gescheitert. Das unter dieser Bezeichnung bekannt gewordene Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich vom August 2025 droht einem Medienbericht zufolge, nicht mehr verlängert zu werden.
Dabei setzte man beim Abschluss im vergangenen Jahr große Hoffnungen darauf, das britisch-französische Pilotprojekt könne die irreguläre Migration über den Ärmelkanal endlich eindämmen. Damit sollte auch der Schleuserkriminalität Einhalt geboten werden. Der damalige britische Premierminister Keir Starmer feierte die Einigung über die Rückführung von Migranten als “bahnbrechend”.
Nach dem Prinzip “One in, one out” war seither die britische Regierung befugt, Migranten, die ohne Erlaubnis meist in kleinen Booten die britische Küste erreichen, nach Frankreich zurückzuschicken. Als Gegenleistung sollten die Briten eine entsprechende Anzahl Asylsuchender auf legalem Wege aus Frankreich aufnehmen. Priorität hatten Menschen mit familiären Bindungen an Großbritannien oder aus besonders schutzbedürftigen Nationen.
Doch der Erfolg hielt sich in Grenzen. So wurden den Daten der britischen Regierung zufolge bis Juni dieses Jahres zwar 1.087 Personen nach Frankreich zurückgeführt. Im Austausch dafür gelangten 1.117 Asylbewerber auf regulärem Weg von Frankreich nach Großbritannien. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der illegalen Ankünfte über den Ärmelkanal, die im ersten Halbjahr 2026 zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen waren, aber immer noch 11.884 Fälle von illegaler Migration ausmachten.
Betrachtet man die Zahlen seit Abschluss des Abkommens, wirkt der Misserfolg des Projekts sogar noch drastischer: Seit September 2025 waren 32.000 Menschen per Boot nach Großbritannien gelangt. Nur vier Prozent von ihnen schoben die britischen Behörden nach Frankreich ab.