RT-Duits: 02-04-2026,
Von Walerija Werbinina
Mit dem Angriff auf Iran im Bündnis mit Israel hatte die US-Regierung darauf gesetzt, das Land ebenso schnell zu besiegen wie Venezuela. Doch statt eines Blitzkriegs haben sich die Kampfhandlungen auf die gesamte Region ausgebreitet. Die Sperrung der Straße von Hormus hat der Weltwirtschaft einen Schlag versetzt, der bis hin zur Gefahr von Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln und dem Zusammenbruch globaler Lieferketten reicht. Am stärksten betroffen sind die Länder Südostasiens, doch auch in Europa zeigen sich erste Anzeichen einer Energiekrise.
Allein dies stimmte Europa (und nicht nur Europa) pessimistisch gegenüber diesem Krieg. Und dann stellte sich heraus, dass die US-Luftwaffe für die Durchführung von Kampfhandlungen in einem von Nordamerika weit entfernten Teil der Welt Flugplätze auf europäischem Gebiet benötigt. Die spanische Regierung verurteilte das Vorgehen der USA und untermauerte ihre Worte auch mit Taten, indem sie die Nutzung ihres Luftraums und der NATO-Stützpunkte auf ihrem Territorium untersagte.
Ohne öffentliche Erklärungen folgten Frankreich und sogar Italien unter Premierministerin Giorgia Meloni, die als Verbündete der USA gilt, diesem Beispiel. Die italienischen Behörden verwehrten US-amerikanischen Bombern, die auf dem Weg nach Iran sind, den Zugang zu ihrem Luftwaffenstützpunkt Sigonella auf Sizilien.
Und nicht nur Italien – selbst Polen, das früher seinen Verbündeten jenseits des Atlantiks geradezu zu Füßen lag, hat sich nun geweigert, den USA zu helfen. So erklärte Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz, dass Warschau “nicht vorhabe”, seine Patriot-Luftabwehrsysteme in den Nahen Osten zu verlegen, wie es die US-Amerikaner gefordert haben. Er betonte:
“Die Sicherheit Polens hat absolute Priorität.”
Zur Rechtfertigung wiesen die Polen darauf hin,