RT-Duits: 06-05-2026,
Von Alexandra Nollok
“Heraus zum 8. Mai: Nie wieder Wehrpflicht, nie wieder Krieg!”: Unter diesem Motto ruft die Initiative “Schulstreik gegen Wehrpflicht” zum dritten Mal dazu auf, für ihre Interessen einen Tag lang die Schulpflicht zu verweigern und zu demonstrieren. Bisher sind in 79 deutschen Städten Aktionen für diesen Freitag angekündigt. Jugendliche sollten sich nicht für “Rekordprofite der Rüstungsindustrie” für Krieg missbrauchen lassen, heißt es. Vielen Leitmedien gefällt das nicht. Einige warnten schon vor kommunistischen Drahtziehern, wohl um Schüler von der Teilnahme abzuhalten.
Aufruf: “Wollen kein Kanonenfutter für Rüstungsprofite sein”
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation der deutschen Nazis. Mehr als 60 Millionen Tote hatte dieser Krieg weltweit gekostet. Fast die Hälfte davon waren Sowjetbürger, sowohl Zivilisten als auch Soldaten der Roten Armee. Niemand solle so etwas wieder erleben müssen, warnt die Initiative “Schulstreik gegen Wehrpflicht”. Doch die Gefahr sei groß: Fast jeder zweite Euro des Bundeshaushalts solle künftig in die militärische Aufrüstung fließen. Weiter heißt es in dem Aufruf:
“Die Kassen der Rüstungsindustrie klingeln – damals wie heute: Rheinmetall, KNDS & Co. machen Rekordprofite. Währenddessen wird die Wehrpflicht Schritt für Schritt wieder eingeführt: Fragebögen seit Anfang des Jahres, Musterungen beim Militärarzt im nächsten Jahr.”
Überdies beinhalte das Gesetz einen Paragrafen, wonach sich Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren nur noch mit Erlaubnis des sogenannten “Karrierecenters” der Bundeswehr länger als drei Monate im Ausland aufhalten dürften.