RT-Duits: 03-08-2026,
Als verkehrsreichste Wasserstraße der Welt und wichtigste Binnenwasserstraße Europas stellt der Rhein das Rückgrat der deutschen Binnenschifffahrt dar. So schildert es das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oberrhein (WSA). Rund 80 Prozent des deutschen Güterverkehrs in der Binnenschifffahrt finden auf dem Rhein statt. Auf ihm werden etwa Getreide, Kohle und Raffinerieprodukte gen Nordsee transportiert – oder umgekehrt.
Umso gravierender sind die Auswirkungen, wenn andauernde Hitze und Trockenheit den Wasserstand dieses Stromes senken und Vater Rhein trocken fallen lassen. Der Deutschen Presse-Agentur zufolge prognostiziert die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) für Freitag ein Rekordtief von 18 Zentimetern an der Engstelle Kaub. Und auch an anderen Stellen dürfte der Wasserstand des Rheins noch sinken. Der bisherige Niedrigwasserrekord lag im Oktober 2018 bei 25 Zentimetern.
Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert Dirk Binding, den Bereichsleiter der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in der Sparte Infrastruktur. Ihm zufolge bremsten “die niedrigen Pegelstände des Rheins und vieler anderer Flüsse den Gütertransport derzeit massiv” aus.
Da Binnenschiffe aufgrund des niedrigen Wasserstands nur eine geringe Last tragen könnten (um einen bei Niedrigwasser gefährlichen Tiefgang zu vermeiden), käme es “zu Engpässen, steigenden Transportkosten und längeren Lieferzeiten”, was Binding zufolge die Lieferketten der Industrie gefährden könnte.
Außerdem wird der Gütertransport teurer, denn dieselbe Menge an Ladung verteilt sich auf mehr Frachtschiffe. Sollte die Trockenheit weiter anhalten, würde das die ohnehin stark angeschlagene deutsche Wirtschaft noch weiter Belastung, so Bindings Warnung.
In die gleiche Kerbe schlug der Wirtschaftsexperte Stefan Kooths,